Sekretariat

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Projektunterricht

Die Zahl an Projekten nimmt an der LMG stetig zu. Und das aus gutem Grund:


Wer an einem Projekt arbeitet begegnet sich auf einer anderen Ebene. SchülerInnen und LehrerInnen treten sich – anders als beim Frontalunterricht – nicht von zwei Seiten kommend gegenüber, sondern erscheinen als Partner mit einem gemeinsamen Ziel. Projektarbeit bietet derart uns allen die Möglichkeit sich neu, anders und bezogen auf die eigenen Stärken hin kennen- und schätzen zu lernen. Zudem verspricht die Arbeit an einem gemeinsamen Projekt mehr Lebensnähe, mehr praktisches Handeln, mehr Emotionalität sowie Stärkung von Problembewusstsein und Kooperationsbereitschaft. Und es bedeutet auch, die engen Grenzen eines Faches zu überschreiten. Im Sinne von Vielseitigkeit, Ganzheitlichkeit und Sinnlichkeit.

Nachfolgend findet sich eine kleine Auswahl der zahlreich an unserer Schule durchgeführten Projekte.

Projekt Flucht

Im 7. Jahrgang 2015 wurde das Projekt “Flucht” durchgeführt. Klassenübergreifend arbeiteten Kleingruppen zu verschiedenen Themenfragen. Heraus kamen spannende Produkte, die diverse Aspekte von Flucht beleuchten.

Ein sehr schönes Produkt ist folgender BLOG. Er dokumentiert anschaulich die Auseinandersetzung mit dem Thema sowie den Einsatz und das Interesse der beteiligten SchülerInnen. Viel Spaß beim Lesen.

Bildschirmfoto 2017-06-02 um 00.07.29

 

2017 knüpfte der neue 7. Jahrgang an die Projektidee des alten 7. Jahrgangs an. Er profitierte hierbei von den Erfahrungen der KollegInnen, die 2015 bereits dabei waren.

Unter anderem entstanden hierbei folgende zwei Produkte. Sie stellen die Figur in den Umrissen eines Flüchtenden dar, zusammengebastelt aus dem Comic “Pouya” von Samuel Boeck, welches von den SchülerInnen gelesen und diskutiert wurde.

Kochen aus aller Welt

Im Rahmen eines halbjährigen und klassenübergreifenden Projekts zum Thema „Flucht und Migration“, mit SchülerInnen des 7. Jahrgangs, ist eine Rezeptsammlung entstanden.

Wir wurden während der Projektzeit von verschiedenen Menschen unterschiedlicher Herkunft besucht, die uns ihre Geschichte erzählt und dann gemeinsam mit den SchülerInnen ihre Lieblingsrezepte gekocht haben.

Wir bedanken uns dafür bei Nasr, Aiman, Parisa, Parmila und Nadia.

Viel Spaß beim Kochen und guten Appetit!

Hier geht´s zum Link:  Kochbuch LMO

Berlin, Schuljahr 16/17

A. Hausen

Audioporträt vom Kotti

Gülsün Karamustafa hat sich in ihrer künstlerischen Praxis mit sozialpolitischen und (pop-) kulturellen Umwandlungsprozessen beschäftigt. Sie hat ein Videoporträt zum „Taksim-Platz“ erstellt und wir haben ein Audioporträt zum „Kottbusser Tor“ erstellt (siehe auch Beitrag vom 01.10.2016).

Am ersten Tag des Projektes haben wir, zehn SchülerInnen und zwei Lehrerinnen, uns zusammen mit der Kulturvermittlerin Judith Boegner die Ausstellung von Gülsün Karamustafa im Hamburger Bahnhof angeschaut. In Gruppen haben wir uns ein Kunstwerk ausgesucht, das uns besonders interessiert hat, und haben es am Ende den anderen SchülerInnen vorgestellt. Später haben wir uns Fotos vom Kottbusser Tor angeschaut und unsere Gedanken dazu aufgeschrieben. Außerdem haben wir schon erste Testaufnahmen mit den Aufnahmegeräten gemacht.

An den folgenden zwei Tagen sind wir dann zusammen mit dem Radiomacher Norbert Lang zum Kottbusser Tor gegangen und haben unser Audioporträt gestartet. Wir sind zu den vielen verschiedenen Menschen (Anwohnern, Touristen, dem Mann auf der Telefonzelle usw.) hingegangen und haben mit ihnen Interviews gemacht. Auch in einigen Läden haben wir Umfragen durchgeführt. Einige von uns haben sich gegenseitig interviewt und die Umgebung dort beschrieben. Um zu verdeutlichen, wie die Stimmung am Kottbusser Tor ist, haben wir im Hintergrund der Interviews noch Musik und verschiedene Geräusche wie z.B.: Kaffeemaschinen, Musik in verschiedenen Läden, U-Bahnen, Staßengeräusche und die Umgebung draußen aufgenommen. Unser Ergebnis wurde im Hamburger Bahnhof ausgestellt. Nachfolgend ist es einhörbar.

(Text Anna-Sophie Daus, 10.4)

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In der ARD-Mediathek findet sich zudem ein kurzer Film über Gülsün Karamustafa und ihre Ausstellung.
Fotos unseres Projektes hingegen kann man gleich hier einsehen.
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Refugees are welcome!

Ein Basketballkorb für die Flüchtlinge in Tempelhof!
Am Freitag, den 08. April 2016, übergaben wir ein Geschenk in der Notunterkunft Tempelhofer Flughafen.
THFVon den gesammelten Geldern aus einem Spendenlauf der 7. Klassen, dem Verkauf einer Willkommenszeitung der 8.3 sowie der Willkommensbuttons vom GW-Projekttag (insgesamt über 300 Euro) haben wir einen Basketballkorb gekauft. Dieser steht seit Freitag auf dem Rollfeld der Notunterkunft und kann bei schlechtem Wetter auch in den Hangar geschoben werden.
Unsere SchülerInnen haben den Korb übergeben und mit den geflüchteten Kindern und Jugendlichen eingeweiht. Die Menschen dort haben sich sehr gefreut.
Das war ein schönes Erlebnis, vielen Dank allen Beteiligten!
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Amelie Hausen, Kolja Heins, Ira Vaupel

Workshop zur U18-Wahl

Unser Wahlpflichtkurs Gesellschaftswissenschaften hat am 26.2.2016 an einem Workshop zur Vorbereitung der U18-Wahl im Berliner Abgeordentenhaus teilgenommen. Die U18-Wahl findet im Rahmen der Berliner Landeswahlen im September 2016 statt. Unser WP-Kurs möchte die Juniorwahlen für unsere Schüler an derLMG durchführen und so haben wir uns gleich als Wahllokal registriert.

In dem Workshop konnten wir viele Eindrücke aus dem Leben eines Politikers kennenlernen sowie das historische Gebäude und den Plenarsaal besichtigen. Wir durften vor allem unsere eigene Meinung über Politik aus Sicht der Jugendlichen Preis geben, in Form von Zeichnungen, Videoaufnahmen oder der Gründung einer eigenen Partei. Zum Abschluss besuchte uns der Abgeordnetenhaus-Präsident Hr. Wieland. Mit ihm diskutierten wir über die finanzielle Ausstattung der Schulen, über geflüchtete Schüler und die Legalisierung von Cannabis.

Insgesamt war das ein beeindruckender, wenn auch anstrengender Tag.

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Der WP-Kurs-GW des 9. Jahrgangs

 

Filmprojekt "I don´t sing"

I don‘t sing war ein einjähriges Filmprojekt der Klasse LN2 mit den Filmkünstlern Nina Fischer, Maroan el Sani sowie Florian Baron. Die Kulturagentin unserer Schule, Michaela Schlagenwerth, hat das Projekt ins Leben gerufen und von Anfang an begleitet. Doch wie verlief das Projekt im Einzelnen:

Als mir im Juni 2014 als künftiger Klassenlehrerin der LN2 (LN-Klassen sind Klassen mit Flüchtlingskindern mit nur sehr geringen bis keinen Deutschkenntnissen) dieses Vorhaben vorgestellt wurde, war ich sofort von der Idee begeistert und habe mich schnell entschlossen mitzumachen. Und das, obwohl es zunächst eine große Unbekannte im Projekt gab: Und das waren die Schüler selbst.

Sie, die Hauptakteure, waren zu diesem Zeitpunkt nämlich in der Mehrzahl noch gar keine Schüler der Lina- Morgenstern- Schule. Sie waren entweder gerade hier in Berlin angekommen oder befanden sich noch auf dem Weg nach Deutschland. Aber im September 2014 war es dann soweit: Yasin und Mohammed aus Marokko, Damla aus der Türkei, Aia, Rawan, Nor al Deen, Ayman und Fares aus Syrien, Marijo aus Kroatien, Dijana aus Bosnien sowie Linh und Anh aus Vietnam trafen sich immer donnerstags mit den Filmemachern.

Und so haben wir angefangen mit unserem Projekt:

Wir haben uns erzählt, wie wir am Morgen in die Schule kommen. Was dabei Lustiges oder Unvorhergesehenes passiert und warum man einfach nicht pünktlich in der Schule sein kann. Und wie war das eigentlich in unserem Heimatort?

Aber wie erzählt man diese Geschichten, wenn man erst wenig oder noch gar kein Deutsch spricht?

Wir haben alle Sprachen benutzt, die mehrere Schüler konnten, manchmal auch unsere Hände und Füße. Wir haben gemalt und gezeichnet, gebastelt, gespielt, gekocht & gegessen und Knetfiguren animiert, Filmabspann und Poster gestaltet. Und ganz nebenbei gelernt, wie man einen Film macht: Wie aus einer witzigen Idee ein Drehbuch entsteht. Wie ein Storyboard gezeichnet wird und wie man mit einer Super-8-Kamera filmt. Was man für witzige Perspektiven mit einer Go-Pro aufnehmen kann, …, und immer wieder Filmausschnitte toller Filme angeschaut.

Neben dem Donnerstags-Treff mit den Filmkünstlern in der Schule gab es auch 3 tolle Ausflüge.

  • Im November besuchten wir das Filmmuseum am Potsdamer Platz und waren in der Ausstellung “… und Action! Wie werden Film und Fernsehen gemacht?”
  • Die Berlinale im Februar lockte auch unsere Klasse ins Kino (siehe Fotos). Wir sahen den Wettbewerbsfilm der Generation 14plus WONDERFUL WORLD END aus Japan.
  • Vielleicht der Höhepunkt unter den Ausflügen war unser Besuch im Filmpark Babelsberg im April 2015.

Auch Musik spielte in unserem Projekt eine wichtige Rolle. Im Film kann man es auch gut hören. Für unsere Super-8-Filme beispielsweise haben wir Musik aus unseren jeweiligen Heimatländern ausgewählt.

Und dann gibt es in unserem Deutschbuch dieses Lied: „Freunde für’s Leben“, das wir ziemlich gern singen. Als wir im März mit Charles Onyedieke einen Workshop über Hip-Hop und Rap-Musik hatten, haben wir einfach dieses Lied als Rap performt. Vorher hatte uns Charles eine Menge über die Entwicklung von Hip-Hop erzählt und passende Musik-Videos gezeigt und uns natürlich auch seine eigenen Songs vorgestellt. Einige Schüler der Klasse, z.B. Linh und Marijo haben auch eigene Texte geschrieben und ins Mikrofon gesungen.

Musik macht ja nicht an der Tür eines Klassenraumes halt. Schüler anderer Klassen wurden aufmerksam und so entstand die Idee eines Open-Mic als Pausenangebot für unsere Schule. Am 8.Juni 2015 war es soweit: Bei schönstem Sonnenschein bauten die Künstler Mikrofone, ein Sound- System und Boxen auf dem Schulhof auf und jeder, der Lust hatte, war eingeladen, das Mikrofon zu nehmen und den umstehenden Zuhörern und Zuschauern zu zeigen, was er oder sie mit seiner Stimme anstellen kann.

Inzwischen hatte der Film „I don’t sing“ am 18. Juni 2015 im Kino Arsenal am Potsdamer Platz seine Uraufführung. Weitere Aufführungen werden sicherlich folgen. Auf unserem Schulfest am 3. Juli 2015 werden Ausschnitte des Films zu sehen sein.

Wir hatten eine tolle Zeit!

Die Klasse LN2 & Ines Naschke

REGENWALD-Projekt

Als sich die SchülerInnen der Klasse 9.1 im Fach Erdkfill_730x380_Betterplace_Foto_2unde mit dem Tropischen Regenwald beschäftigten, war die Betroffenheit über seine Zerstörung groß. Um sich weiter zu informieren, besuchte die Klasse an einem Wandertag die Biosphäre Potsdam. Danach wurde in Ethik diskutiert, ob und v.a. wie man sich für den Erhalt dieser einzigartigen und wunderschönen Natur einsetzen wolle.

Wenig später entwickelten die SchülerInnen einen facettenreichen Aktionsplan. Er reichte von der Organisation und Durchführung eines Kuchenbasars und Spendenlaufes bis hin zur Erstellung und dem Verkauf eigener Aufkleber (siehe unten). Darüber hinaus wurden Eltern, MitschülerInnen und LehrerInnen per Flyer, Plakaten und Lina-TV-Beitrag informiert und um Unterstützung gebeten.

Insgesamt kamen derart 720 Euro zusammen, die in diverse Regenwaldprojekte per Spende flossen.

Wer sich für weitere Informationen interessiert, kann hier mehr erfahren.